Weihnachtsmann braucht Polizeischutz
29.11.2004
Weihnachtsmann braucht Polizeischutz
Früher war irgendwie doch alles besser. Denn früher, da hatten die Kinder noch Respekt vor dem Weihnachtsmann. Und wenn der fragte: “Bist du denn auch brav gewesen?”, dann nickten die Kinder eifrig: “Ja, ja, ganz bestimmt!” – auch wenn die Finger hinter dem Rücken gekreuzt waren.
Diese Zeiten sind längst vorbei. Zumindest im kleinen Städtchen Tullibody in der schottischen Grafschaft Clackmannanshire: Dort begrüßten den Weihnachtsmann zuletzt keine großen Kinderaugen, sondern Eier und Steine im Tiefflug. “Wir sind regelrecht davonlaufen, um da so schnell wie möglich rauszukommen”, erzählt Hobby-Santa Andy McGeady, im wahren Leben Feuerwehrmann.
Santa auf der Flucht
Der Weihnachtsmann auf der Flucht – vor etwa vierzig pöbelnden Jugendlichen. Das war vor zwei Jahren und führte dazu, dass Santa Claus, wie er im Englischen genannt wird, im vergangenen Jahr gar nicht mehr kam.
Das wollten die Menschen in Clackmannanshire natürlich auch nicht. Denn vierzig Jahre lang war Santa bis dahin jeden Dezember mit seinem Schlitten durch die Straßen der Grafschaft getourt, spielte dabei Musik, sang Weihnachtslieder und begrüßte die Kinder. Gleichzeitig sammelte er Spenden, die sozialen Zwecken zugute kamen. Schluss, aus, vorbei?
“Es gab hunderte von Anrufen aus der ganzen Region. Alle wollten, dass Santa zurück kommt”, sagt Mike Mulraney, einer der Initiatoren. Und Santa hat sich überreden lassen: In diesem Jahr wird er wieder über die Dörfer nördlich von Edinburgh fahren – jedoch nur mit Polizeischutz. Das hätte es früher bestimmt nicht gegeben.
Quelle: Tagesschau

