Segler mit Auto-Atlas unterwegs
Segler mit Auto-Atlas unterwegs
London – Eric Abbott (56) ist scheinbar der möglicherweise unfähigste Hobby-Segler Großbritanniens. Nur 2 Stunden nach einem Appell der Seerettung, endlich dem Ruf des Meeres zu widerstehen ist er schon wieder auf Grund gelaufen. Er funkte SOS, nachdem er vor der walisischen Stadt Rhyl auf Grund lief.
Der Leiter der Seerettung in Holyhead sagte: “Wir sind verzweifelt, aber wir können nichts tun, um ihn am Auslaufen zu hindern. Seine bisherige zehn Rettungen aus Seenot haben in nur einem Jahr rund 30.000 Pfund (100.000 Mark) gekostet.”
Abbott hat bei fast jedem Segeltörn die Orientierung verloren. Zur Navigation verwendete er einen Straßen-Atlas des britischen Automobilclubs AA sowie eine irische Bergkarte. Sein Proviant bestand aus einem Viertelliter Milch und einigen Keksen.
“Er ist einfach verrückt und er gefährdet die Leben anderer Menschen”, schimpfte ein Lebensretter in der englischen Tageszeitung “Sun”. “Er sollte sich wenigstens ein paar ordentliche Seekarten kaufen.”
Bei einer der früheren Rettungsaktionen gab er seine Position so an:”Ich kann Berge und einige Lichter sehen” Auf Signalraketen antwortete er nicht, weil er diese für ein Feuerwerk auf hoher See hielt. Eric Abbott meinte:”Es ist schließlich Aufgabe der Seerettung, bei der Navigation zu helfen. Man kann sich doch so leicht verirren. Diese Leute überreagieren.”

